St. Johannes Schützenbruderschaft Lammersdorf 1882 e.V.
 
Glaube, Sitte und Heimat

Brüssel 2019




Am Samstag, den 13.07. trafen sich 13 aktive Mitglieder des Schützenvereins St.Johannes Lammersdorf, darunter die amtierende Schützenkönigin Anke Braun,Brudermeister Rolf Drescher und Ehrenbrudermeister Joseph Baumann zu einem sommerlichen Kulturausflug in die belgische Hauptstadt nach Brüssel. Bequem und komfortabel ging es mit einem Kleinbus über die Autobahn zunächst nach Laeken zu einem der beiden Wahrzeichen der Stadt, dem Atomium. Errichtet 1958 auf der ersten Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, soll die imposante Konstruktion die 165 millionenfache Vergrößerung eines Eisenkristallsaals Hommage an das Zeitalter der Schwerindustrie darstellen, passend zum damaligen Ausstellungsthema „Technik im Dienste des Menschen“.

 

Nach Vorbeifahrt an den königlichen Gewächshäusern und Blick auf das Königsschloss fand der  nächste Stopp an der neugotischen Liebfrauenkirche statt– Grablege aller belgischen Königspaare. 

Im Zentrum angekommen ging es dann zu Fuß weiter. Zunächst gab Schützenschwester Diana Hofmann einen kurzen Abriss  zur  Stadtgeschichte,danach erfolgte die Besichtigung der gotischen Kathedrale St. Michael & St.Gudula mit ihren leuchtenden Fenstern, den riesigen Apostelfiguren und der Darstellung des Laternenwunders. Weiter ging es durch den Zentralbahnhof,vorbei am von Victor Horta entworfenen Kultur- und Kunstzentrum BOZAR in den Parc de Bruxelles, einem ehemaligen Jagdgehege der Brabanter Herzöge und seit Kaiserin Maria Theresia der Öffentlichkeit zugänglich - auch heute noch mit seinem altem Baumbestand und plätschernden Springbrunnen eine Oase der Ruhe in der quirligen Stadt. Wegen des beginnenden Regens wurde eine kleine Erfrischungspause an einem der historischen Kioske eingelegt. 

Das Palais de la Nation mit Sitz des belgischen Senats und der Abgeordnetenkammer auf der einen,  der königliche Palast auf der anderen Seite,dahinter die königliche Hofkirche  – alles Glanzlichter im Quartier Royale. Danach ging es den wegen der vielen anliegenden Museen als  Kunstberg  benannten Hügel   abwärts,   vorbei   am   Magritte-Museum und dem im überbordenden Jugendstil errichteten ehemaligen Kaufhaus Old England, das heute das Musikinstrumentenmuseum beherbergt.
Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die Innenstadt und den davor gelegenen Park im französischen Stil, daher auch die Bezeichnung Balkon von Brüssel. Es wurde des Glockenspiel mit seinen (historischen – und Volks)-Figuren am Maison de la Dynastie bewundert, bevor es an der modernen Schlumpf-Passage vorbei und durch die prächtige Galerie St. Hubert in den Bauch von Brüssel ging. Dieses Viertel ist bekannt für seine zahlreichen Gaststätten.

Nach der gemeinsamen Mittagspause ging es über das Weltkulturerbe Markt mit dem berühmten Rathaus zum zweiten Wahrzeichen Brüssels, dem  ManneckenPis,   dessen (unbekannteres) weibliches Pendant Jeannecke-Pis schon zuvor entdeckt wurde.

Um auch der seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit zählenden belgischen Bierkultur zu frönen, wurde auf der Heimfahrt noch ein Abstecher ins nahe gelegene Leuven auf den Oude Markt unternommen.